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Rätoromanisch - Die vierte landessprache der schweiz



Rätoromanisch wird im Kanton Graubünden gesprochen. Gemäss der Volkszählung vom Jahr 2000 sprechen es heute etwas über 60000 Leute. Der Kanton Graubünden ist der einzige Schweizer Kanton mit drei Amtssprachen. Das Romanische hat heute einen Anteil von 21% an den Kantonssprachen und ist damit klar hinter dem Deutschen, aber vor dem Italienischen.
 
Das im Schweizer Kanton Graubünden gesprochene Rätoromanisch (rät. rumantsch/ romontsch/rumauntsch) gehört zur Gruppe der Romanischen Sprachen und wird umgangssprachlich meist einfach Romanisch genannt; in der Sprachwissenschaft ist dafür auch der Begriff Bündnerromanisch in Gebrauch, weil wegen der manchmal vermuteten, heute aber kaum mehr vertretenen näheren Verwandtschaft zum Friaulischen und zum Ladinischen diese Sprachen zuweilen ebenfalls als Rätoromanisch bezeichnet werden.
 
Vergleich von einigen romanischen Sprachen:
RumantschItalienischFranzösischSpanischPortugiesisch
dumengiadomenicadimanchedomingodomingo
otgottohuitochooito
chaussacosachosecosacoisa
fraidfreddofroidfriofrio

 

Vergleich der romanischen Sprachen Bündnerromanisch, Dolomitan und Furlan:

BündnerromanischDolomitanFurlan
bun dibon dibundi
buna sairabona seirabuinesere
buna  notgbona nuetbuinegnot

 
Das Bündnerromanische lässt sich in 5 Idiome aufteilen. Jedes dieser Idiome unterscheidet sich von den anderen in nicht unerheblicher Weise und hat jeweils eine eigenständige Schriftsprache entwickelt. Diese Schriftsprache hat im Lauf der Geschichte stark zur Bildung von lokalen Identitäten geführt.
 
Das Bündnerromanisch kann man in folgende fünf verschiedene Idiome unterteilen.
 
Das Sursilvan ist im Nordwesten des Kantons und stellt die grösste Sprachgruppe dar. Es umfasst die Gebiete des Vorderrheintals mit dessen Seitentälern. Deutsch wird innerhalb der Surselva vorwiegend in Obersaxen, Vals und teilweise in Ilanz und Flims gesprochen.
 
Das Sutsilvan wird in den Gebieten des Hinterrheins gesprochen. Es sind dies die Gemeinden des Domleschgs und des Heinzenbergs, ausserdem das Schams und die Val Ferrera. Es stellt heute die kleinste Anzahl Sprecher dar.
 
Das Surmiran wird im Gebiet des Oberhalbsteins gesprochen, im Albulatal und in der Gemeinde Vaz/Obervaz.
 
Das Puter reden die Leute im Oberengadin und in Bergün. In Sankt Moritz stellt es aber nur mehr eine kleine Minderheit dar.
 
Das Vallader ist im Unterengadin und im Münstertal verbreitet.
 
 
Bis 1850 war das Rätoromanisch die grösste Sprachgruppe des Kantons. Diese Stellung hat die Sprache jedoch verloren. Viele Rätoromanen wanderten nämlich auf der Suche nach Arbeit aus. Auch nicht zum Erhalt der Sprache trugen der Tourismus und das fehlende Gefühl einer gemeinsamen Identität bei.
 
Seit 1938 ist das Rätoromanische neben dem Deutschen, dem Italienischen und Französischen die vierte Landessprache der Schweiz. Erst aber seit 1996 ist das Romanische zur Amtssprache geworden.
 
Vor 20 Jahren hat man aus den verschiedenen Idiomen eine einheitliche Schriftsprache geschaffen. In einigen Bereichen wird sie bereits verwendet. In sensibleren Bereichen hingegen stösst diese Kunstsprache aber auf Widerstände in der Bevölkerung.
 
 

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